BIG Summer

 Jetzt bin ich schon seit fast einer Woche in Hamburg. Was für ein Sommer.

Dieser Sommer war nun echt kein Little Summer. Ehr ein BIG Summer. Regen? Was ist das? Hatten wir auf unserem Törn schon fast vergessen. Hatten wir nämlich nie.

Nachdem wir die letzten beiden Urlaubstage in Marstal damit verbrachten zu baden, Fussball zu spielen und mit den Dänen zu feiern, segelten wir mit einem Super Wind wieder zurück. Achterlicher Wind ließ und innerhalb von 8 Stunden auf Fehmarn sein. Was für die Leisure echt nicht schlecht ist.

Nach dem Anleger wurde es uns klar: Das war´s nun. Vorbei. Nach einer letzten Nacht an Bord und dem Großen Aufklaren am nächsten Tag wurde es uns noch mehr bewusst. Nachdem die Little Summer so ausgeräumt war, wirkte sie so fremd. Es lagen nicht mehr unsere Klamotten im Weg, man ärgerte sich nicht darüber das halbe Schiff umzuräumen um an seine Sachen zu kommen. Sie war einfach komplett leer. Verlassen. Komisch.

Doch für mich sollte noch nicht endgültig Schluss sein. Ich habe das Angebot bekommen eine Yacht nach Kalmar (Schweden) zu überführen. Mit einer Super netten Crew die ich auch zum größten Teil kannte. Das besondere an diesem Törn war allerdings dass wir Non Stop von Lübeck nach Kalmar, mit sehr kurzen Zwischenstop auf Utklippan, segelten. Ich war sofort Feuer und Flamme und freute mich! 210 sm an einem Stück! 2 Tage und sogar fast 2 Nächte auf See. Nicht schlecht :-).

Non Stop Nach Schweden

Also ging es sozusagen sofort aufs nächste Schiff und schwups am nächsten Morgen um 6 los. Obwohl unsere 3 Mitseglerrinnen noch wenig Segelerfahrung hatten gewöhnten auch sie sich schnell ans Schiff und der Tag ging sehr Schnell rum. Erst gegen Abend begannen wir mit den Freiwachen die typisch auf einem langen Törn sind. Meine Crewpartnerrinnen für diesen Törn war Antonia, ebenfalls 16.

Wir konnten kein Auge vor unserer Ersten Nachtschicht ( 0.00-2.00 Uhr ) schließen und spielten Uno. Ich war ziemlich aufgeregt. Zwar war ich schon sehr oft Nachts gesegelt, doch komplett alleine die Verantwortung hatte ich Nachts jedoch noch nie. Wir erstellten uns eine Playlist mit Rockiger Musik und los ging es. Wir fuhren parallel zu einem Großem Verkehrsgebiet und hatten extrem viel Schiffsverkehr ( Kreuzfahrer, Frachter e.t.c. ). Es kam uns allerdings keiner in die quere und so konnten wir die Toll beleuchteten Kreuzfahrer direkt aus der Nähe begutachten. Es war Atemberaubend. Wir sahen etliche Sternschnuppen und hatten regen Schiffsverkehr. Dass unsere Schicht um 2 Uhr Nachts zu ende war merkten wir erst daran, dass sich die Musik irgendwann wiederholte. Dass war dann allerdings um 2:30 Uhr.

Wir hauten uns in die Koje um ein wenig zu schlafen bevor wir um 6 wieder hoch mussten und Wache zu schieben. Überpünktlich wurde ich selbst wach. Das erste was ich merkte war, dass der Diesel an war. Über Nacht ist wohl doch noch der Wind eingeschlafen. Ich weckte Antonia und wir lösten die Woche vor uns ab. Die Sonne war schon aufgegangen und ich verspürte wieder etwas Wind. Ich übergab Antonia das Ruder, wir setzten die Segel und gingen wieder auf Kurs. Darüber, dass wir den Motor kurze Zeit später ausließen freute wohl die Unter Deck schlafende Mannschaft. Schnell drehte der Wind auf genau achterlich und ich überlegte die Genau auszubaumen. Allerdings hielt direkt auf uns ein Alter Hochsee Kutter drauf zu. Ich wollte es nicht riskieren unter ausgebäumter Genau ein ausweich Manöver zu segeln und wartete ab. Der Kutter hielt immer mehr auf uns zu, und ich machte mir schon meine Gedanken ob WIR denn alles richtig machen. Ich konnte allerdings nichts Schlechtes Feststellen. Der Kutter fuhr nun ziemlich Parallel zu uns, wenige Meter Abstand, und hielt ein Pappschild mit der Aufschrift 16 aus seinem kleinen Bullauge. Danach war mir dann alles klar. Ich schmiss den Skipper ( Volker ) aus der Koje da er der einzige mit Funkschein ist, und begab mich wieder nach draußen zu Antonia.

Es stellte sich raus, dass der Kutter von dem Angrenzenden Windpark war und eigentlich nur davor waren wollte mitten hindurch zu segeln. Na denn.

Um 6:30 Uhr konnte unser Skipper nun auch nicht mehr einschlafen und so entschieden wir uns den Spinnaker zu setzten. Also hoch mit dem Ding und trimmen. Unter Deck erwachte nun auch ganz langsam das Leben. Antonia setzte Wasser für Kaffe auf und servierte ihn. Mhh.

Der Tag ging wieder sehr schnell zu Ende. Nach 12 Stunden unter Spi nahmen wir ihn Runter und wechselten auf Genua. Zwischen den Segelwechsel entschieden wir allerdings nocheinmal alle kurz zu baden. Bei 2-3 bft nahmen wir alle Segel runter, warfen eine Schleppleine hinterher und sprangen alle in das kühle Nass. Super erfrischend nach so einem Tag.

Am Abend stellte sich ganz klar heraus. Utklippan wird in der tiefsten Nacht erreicht. Wir Diskutierten darüber ob es schlau währe den Navigatorisch Anspruchsvollen Hafen bei totaler Dunkelheit anzulaufen, doch wir wagten uns. Um 2:00 Nachts Waren an der Ansteuerung. Die Segel gingen Runter, der Diesel sprang an und wir nährten uns sehr, sehr langsam der Küste. Ich steuerte Nach Plotter, und ließ die Tiefe kontrollieren. Alle waren Hellwach. Mit dem Suchscheinwerfer fanden wir schließlich sehr einfach die Einfahrt und gingen in Päckchen. Um 3:30 Uhr fielen alle in die Koje.

Utklippan

Am nächsten Tag ging es um 8 Hoch und wir gingen Baden. Es regnete eh und so dachten wir uns ist es auch nicht schlimm mal eben ins Wasser zu springen.

Dieser Törn von Utklippan nach Kalmar war dann schon fast wieder langweilig. Die ganze Zeit gerefft Kreuzen. Ziemliche Schräglage und nicht das Top an Geschwindigkeit. Ich trimmte das Groß ziemlich gut ein, und so hatten wir Gott sei Dank auch schon wenig Ruderdruck. Ich hatte das Segel ziemlich Flach getrimmt und den Baumniederholer deswegen sehr stark durchsetzen müssen. Ob er diese starke Belastung die ganze Zeit Standhalten würde wahr ich mir nicht sicher.

Doch alles hielt und so liefen wir um 23 Uhr in Kalmar ein. Komisch nach so einer Zeit nur auf dem Wasser. In Kalmar war ziemlich was los. Disko hier, Disko da. Autos, Bahn alles sehr nah am Hafen. David, Antonia und Ich konnten deshalb nicht wirklich schlafen und schnackten Nach ne Weile im Cockpit. Selbst in der Nacht war es sehr Warm.

Kalmar

Doch auch dies war am Nächsten Tag zu Ende. Eine andere Crew löste uns ab und wir führen Über Dänemark und mit der Fähre wieder zurück nach Hamburg. War echt ein super Cooler Törn! Danke dafür!

von links nach rechts: David, Fabian, Ulrike, Antonia, Monika. Nicht auf dem Bild: Skipper Volker

von links nach rechts: David, Fabian, Ulrike, Antonia, Monika. Nicht auf dem Bild: Skipper Volker

Wie die Zeit vergeht…

Ich bin voll in Urlaubsstimmung. Wir sind noch immer in der Dänischen Südsee und machen einen richtig entspannten Urlaub. baden, segeln, essen, baden… Ich habe hier ganz gutes Internet und poste mal ein paar Bilder!

Ciao

Dänische Südsee? Ich liebe Dich!

Wir sind jetzt ja schon ein wenig länger unterwegs. Ich weiß gerade garnicht welcher Tag es ist und wie lange wir schon unterwegs sind. Jedenfalls haben wir heute einen Hafentag in Lyø hinter uns. Wir trafen das Folkeboot LOTTE welches wohl eines der schönsten Folkeboote ist und gingen sonst nur baden. Ich habe dabei coole Aufnahmen mit der GoPro gemacht und werde sie nach meiner Ankunft in Deutschland natürlich auch Posten. Morgen geht es gen Osten. Weitere Inseln abklappern um am 30. wieder auf Fehmarn zu sein. Der Urlaub ist klasse. Die Stimmung ist perfekt und ich erinnere mich nicht daran einen Tag auch nur ansatzweise Regen gehabt zu haben, oder irre ich mich? Egal. Es macht sehr viel Spaß hier und ich kann diese Segelregion nur jeden Weiterempfehlen! Mit besten grüßen Fabian von der Little Summer!

Standsortmeldung

Moin kurze standsortmeldung. Wir sind im Aarøsund. Segeln gleich nach Lyø. Alles ist super und der Wind scheint gut. Also los! Das mit der Karte ist ganz schön kann ich aber auch nur ändern mit Internet. Also nimmt sie nicht zu ernst ;)